Good bye Sissi

Es ist wieder eine Seele über die Regenbogenbrücke gegangen. Diesmal hat sich Sissi verabschiedet. Noch im alten Jahr, am 30.12.2022.
Sissi war schon fast 2 Jahre alt als sie im April 2020 auf Sorello eintraf und ist somit über 4 1/2 Jahre geworden. Sie war kurz nach Ankunft krank und ich konnte sie gesund pflegen, was uns eine innige Bindung gab. Sie war immer bei mir, liess sich aber nur ungerne anfassen. Dies änderte sich nie. Trotzdem war immer diese Nähe zwischen uns.

Sissi’s Gemüt war ruhig und besonnen. Sie zickte nie rum, gegen keine der Hennen, egal wie viele in der Gruppe waren, auch nicht bei Neuankömmlingen. Sie liebte bis zum Schluss Sonennblumenkerne. Unser abendliches Ritual war, Sonnenblumenkerne auf die Sitzstange zu legen, wenn sie sixh auf dem Brett zur Nachtruhe gebettet hatte. Diese pickte sie dann noch vor dem schlafen auf. Salat und Gurke waren ebenso Lieblingsspeisen von ihr.

Da sie die beiden Hähne schon lange kannte, beobachtete ich sie immer wieder dabei, dass sie das Federkleid von Tofino und Abraxas säuberte. Es war so schön dies zu beobachten. Ich empfand es eine sehr innige Verbindung , wenn ich sie so sah.

Sissi bei der Pflege von Abraxas

Sissi, Du warst bei uns der Fels in der Brandung und du fehlst mir so sehr. Immer noch halte ich Ausschau nach dir wenn ich morgens in den Stall komme, oder abends das Licht lösche. Du warst eine so reine, friedvolle Seele. Die Begegnungen, die vielen Momente mit dir – unvergesslich. Ich danke dir, dass du mir so viel geschenkt hast, mein Leben bereichert hast.
Lebe wohl meine Sissi, wir sehen uns sicher eines Tages wieder.
Deine Monika

Stall frisch gemacht

Im Winter sind unsere Hennen und Hähne gerne im Stall. Da wird fleissig im Stroh gescharrt, darum haben wir wieder alles auf Vordermann gebracht, sauber rausgeputzt und neues Stroh verteilt. Sie lieben es im frischen Stroh zu picken.

Auslauf im Winter

Im Winter bleiben wir eigentlich ganz gerne im kuschligen Stall. Ausser wenn Monika uns den Weg im Auslauf etwas vom Schnee befreit, dann schauen wir gerne vor die Tür und spazieren zum Hochsitz – da ist immer was los.

Die zehn neuen Bewohnerinnen sind da

Jetzt sind sie da, unsere „neuen“ Hühner. 7 braune Legehennen aus einem Stall im Kanton Zürich und 3, nämlich Henriette, Klarinette und Picki aus Privathaltung.

Einige der Legehennen geniessen das Sandbaden…
…während Henriette, Klarinette und die schwarze Picki noch den Stall erkunden.

Gedanken zu Ostern

Ostern steht vor der Türe… der richtige Zeitpunkt  dem Huhn sehr dankbar zu sein und es zu würdigen

Was ist einem Huhn wichtig, wenn es ein Ei legt?
Wie ist der Ablauf dabei?
Was beobachte ich täglich, wenn die Hühner ihr Ei legen?

Je näher der Zeitpunkt rückt, um das Ei zu legen, desto mehr befindet sich das Huhn in der Nähe des Stalles. Viele gackern, kommunizieren untereinander, kündigen an, dass sie nun ein Ei legen.
Sie ziehen sich zurück. An einen Ort, an dem es still ist, sie Ruhe haben und nicht gestört werden. Sie suchen dazu eine Kiste auf, ein geschlossenes Nistkästchen – wo kein zweites Huhn hineinkommen kann. Ein Strohnest, welches erhöht gelegen ist … jede Henne hat ihre eigenen Vorlieben, wo sie am liebsten ihr Ei legt.
Dort liegt sie ganz ruhig, bis der Zeitpunkt gekommen ist, das Ei nach draussen zu pressen. Dafür steht die Henne auf, etwas breitbeinig. Ist das Ei nun draussen, wartet die Henne kurz – atmet mal durch und rollt das Ei mit dem Schnabel unter ihren Körper, um sich dann darauf zu setzen. Nun ist sehr individuell wie lange sie auf dem Ei sitzt.
Ebenso unterschiedlich ist das Verhalten danach. Die einen gackern lautstark und verkünden, dass sie ein Ei gelegt haben. Andere gehen leise davon.
Was aber alle machen, Strohhalme mit dem Schnabel hinter sich zu werfen. Vielleicht eine Art Nestbauverhalten.

Ein Ei legen ist jedes Mal eine Geburt.

In der Natur legt ein Huhn nur Eier, um Nachkommen zu sichern. Nach Rasse sind es ca. 20 – 30 Eier PRO JAHR!
Die heutigen Hühner sind gezüchtet um 300 und mehr Eier PRO JAHR zu legen.

Was für eine grosse Zahl und was bedeutet es für die Hühner?
Wie viele Hühner können ein natürliches Verhalten, wie oben beschrieben noch leben?
Was empfindet ein Huhn, wenn es unter hunderten oder tausenden anderen Hennen ihr Ei legen muss? Öffentlich, auf ein Legeband, keine Rückzugmöglichkeit, der hohe Lärmpegel. Wie geht es den rangniedrigen Hennen? Immer in Angst eine ranghöhere Henne bedrängt sie vielleicht jeden Moment…
Welch ein Stress!

All das und noch mehr Fragen gehen mir durch den Kopf, wenn ich meine Hennen jeden Tag beobachte, wie sie ihr Ei legen.

Ostern ist eine gute Zeit darüber nachzudenken.

Schöne Ostern wünschen Monika und die Hühner und Hähne von Sorello