Den Stall Winterfit machen!

Die Tage sind recht kurz und die Nächte schon sehr lang.
Die Hühner und die Hähne gehen nun vor 17:00 in den Stall und verbringen dort die Nacht bis gegen 08:00 am Morgen. Das ist eine lange Zeit, in der sie still auf der Stange sitzen.
Am Abend vor dem schlafen gehen, streue ich noch mal Leckereien, schaue dass alle Töpfe aufgefüllt sind, denn dann fressen die Hühner noch mal recht viel. So zu sagen einen Nachtvorrat legen sie sich an.

Der Stall muss für diese Zeit in sein Winterkleid.
Alle Türen und Fenster mit Gitter sind nun mit Plastik abgedichtet, dass die Kälte, aber vor allem der Wind draussen bleibt.
Am Boden und auf dem Kotbrett ist viel Stroh dazu gekommen, damit die nackten Füsse auf dem Boden nicht kalt haben und es in der Nacht mollig warm vom Kotbrett abstrahlt. Oder wenn ein Huhn auf dem Brett schläft, es sich schön kuschelig einbetten kann.

Wenn es nun noch kälter wird, es regnet oder schneit, dann ist gute Beschäftigung im Stall gefragt. Dazu habe ich viele Strohballen und Bretter , das sorgt für Abwechslung. Ebenso kommt noch Hanfeinstreu in den Stall, das ist eine tolle Beschäftigung für die Hühner. Platz ist grosszügig vorhanden, dass jede Henne ihrer Beschäftigung nachgehen kann und auch sich zurückziehen und in Ruhe dösen kann. Die Hähne natürlich auch.

Hühner können mit Kälte viel besser umgehen als mit Hitze. Die neuen Hühner vom September haben aber noch nicht so ein dichtes Federkleid, dass sie doch noch freie Hautstellen haben und dadurch empfindlicher sind. Wenn die Temperaturen um die null Grad sind, werden 3 Wärmelampen in Betrieb genommen, da können sich die Hennen jeweils aufwärmen und drunter verweilen. Zudem ist jetzt noch die Zeit , wo einige Hennen in der Mauser sind. Das heisst sie erneuern ihr Federkleid. Sie stossen alte Federn ab und es bilden sich dann neue. Das dauert seine Zeit denn es sind recht viele Federn. Dadurch ist das Federkleid noch dünn. Der Nahrung wird Bierhefe zugefügt. Das gibt Energie, enthält Vitamine und Mineralstoffe. Auch die Eiproduktion wird dann heruntergefahren . Die Hennen benötigen die Energie für ihren Wärmehaushalt. Das kürzere Tageslicht hat ebenfalls einen grossen Einfluss darauf.

Auf einen schönen Winter
Liebe Grüsse
Monika, die Hühner & Hähne

Zwei unzertrennlich…..

Am Morgen des 30. Oktober 20 habe ich meine süsse Luna tot im Stall gefunden.

Nach kurzer, wirklich schwerer Krankheit konnte sie über die Regenbogenbrücke gehen.

Luna kam mit drei anderen Hühnern zu mir. Ich suchte sie damals in einem Stall aus. Luna war durch die Stalltüre nach draussen an den Zaun gegangen und kam dann auf mich zu. Ich beugte mich runter und sagte zu ihr « wenn du schon draussen bist, möchtest du sicher mit mir kommen». So fuhr Luna mit mir am 11. Dezember 2017 nach Sorello.

Luna war fast drei Jahre bei mir. Sie war mit Abstand am längsten auf Sorello. Sie bleibt mir mit ganz vielen schönen Momenten in Erinnerung. Als sie jung war, suchte Luna z. B. am Wochenende immer unser Schlafzimmerfenster auf. Da schliefen wir länger und sie holte uns zur Fütterung. Luna besuchte uns regelmässig im Wintergarten, in der Küche, denn sie fand immer einen Weg aus dem Auslauf um in unserer Nähe zu sein.

Als ich mir den Fuss brach und vom Spital wieder nach Hause kam, war sie sogar vor dem Eingang. Als wenn sie auf mich gewartet hätte um mich zu begrüssen. Dort war sie sonst nie anzutreffen.

Luna war lange Zeit die Chefin und sie war sehr gut darin. Sehr souverän. Sie hatte ihre Damen gut im Griff. Als sie älter wurde, die zwei Hähne nun die Leitung übernahmen, suchte sie oft Zuflucht bei mir. Sprang mir manchmal regelrecht auf den Arm wenn ich kam. Sie liess mich ihre Emotionen so deutlich spüren, ich wusste immer wie es ihr geht. Positive wie negative Stimmungen waren klar erkennbar – einfach herrlich mit ihr.

Wenn ich im Auslauf ein Sonnenbad nahm, war Luna immer an meiner Seite…unter meinem Liegestuhl. Egal welcher Bericht über Sorello geschrieben wurde. Luna und ich waren immer auf dem Foto zu sehen. Wir waren viel zusammen unterwegs. Unzertrennlich und ich habe sie bis zum Schluss gehegt und gepflegt, das es ihr an nichts fehlte und sie es so bequem wie möglich hatte.

Luna ist viereinhalb Jahre geworden. Für eine Legehenne ein stolzes Alter. Ich bin so dankbar für die gemeinsame, wertvolle Zeit die wir hatten.

Ich vermisse sie jeden Tag, bin aber auch froh und dankbar, dass sie innerhalb kurzer Zeit hat gehen können. Ihr Körper war am Ende seiner Kräfte angekommen.

Liebe Luna, ich danke dir für alles ganz herzlich, für all die schönen Momente die du mir geschenkt hast und ich hoffe du hast deinen Frieden gefunden.

Herz-lichte Grüsse
Moni

Neue Schützlinge angekommen

Am Montag, 21. September 2020 haben wir 8 Hühner aus einer Rettung von STINAH aufgenommen! Insgesamt leben jetzt 18 Hühner und zwei stolze Hähne bei uns auf Sorello.

Was ist im Moment wichtig?
Zuerst müssen sich die neuen Hühner erst mal einleben und mit den anderen zehn Hühnern und den zwei Hähnen klar kommen die schon auf Sorello leben.
Zum Glück haben wir viel Platz und so kann jede Gruppe ihren eigenen Bedürfnissen nachkommen. Die „ alten“ Hühner und ihre Hähne gehen raus und die Neuen erkunden den Stall und schon mal die eine oder andere den Auslauf vor der Stalltüre.

Ich bin viel im Stall damit sich die Neuen an mich gewöhnen.
Sie bekommen eine Obstessig Kur und Knoblauchöl mit dem Trinken und im Futter, um sie zu entwurmen.
Ausserdem werden sie mit dem Körnerfutter von Demeter, mit Reis/Spaghetti/Kräutern, eingeweichten Haferflocken mit LC1 Joghurt und Mehlwürmern aufgepäppelt.
Sie lieben es und es ist alles immer schnell weg.

Es erweist sich immer wieder von Vorteil, dass im Stall nicht nur der Boden genutzt wird, sondern durch Bretterverbindungen ein höheres Plateau vorhanden ist. Damit vergrössert sich die Nutzungsfläche und „Alt“ und „Neu“ kommen so besser aneinander vorbei.
Das bedeutet viel weniger Stress in der Eingewöhnungsphase.

Die acht süssen Neuankömmlinge haben sich nach zwei Tagen schon recht gut eingelebt und gehen fleissig auf Erkundungstour.
Die Legenester haben sie sofort entdeckt und nutzen diese. Selbst wenn die anderen Hennen zum Eier legen in den Stall kommen, bleiben sie für sich und gehen ihrer Lieblingsbeschäftigung nach – im Stroh scharren.
An mich haben sie sich auch schon etwas gewöhnt, wenn ich ruhig im Stall unterwegs bin kommen sie mir recht nah und das freut mich sehr.

8 neue Hühner auf Sorello
Unsere Neuen Damen

Die kleine Nanni ist gestorben

Am 16.9.2020 ist meine liebe kleine Nanni über die Regenbogenbrücke gegangen.
Sie hatte drei schwere Krankheiten überlebt und ihr Tod kam sehr überraschend. Denn es ging ihr am Morgen noch sehr gut.
Nanni und ich hatten von Anfang an eine spezielle Beziehung. Sie war zutraulich, kam zu mir, hielt sich gerne in meiner Nähe auf.

Ab Januar 2020 wurde sie sehr krank und das schweisste uns enorm zusammen. Sie war mir eine grossartige Lehrerin in Bezug auf die Mittelwahl in der Homöopathie. Sie zeigte mir viele Symptome, so dass ich immer wieder das richtige Mittel fand und sie wieder fröhlich mit den anderen im Auslauf herumtollen konnte.
Nanni wird mir sehr fehlen, sie hat mein Herz tief berührt. Ihre Art und Weise wie sie mit mir kommunizierte, Geduld mit mir hatte, ihr Kampfgeist und ihr enormer Lebenswille.
Dank ihr habe ich viel gelernt.
Sie hinterlässt eine grosse Traurigkeit, aber auch so viele schöne Erinnerungen. Ich bin sehr dankbar, dass Nanni die Zeit, die ihr blieb auf Erden bei und mit mir verbracht hat.
Ein richtiger Goldschatz, in der Gestalt eines Huhn’s.

Ich vermisse sie sehr bei der morgendlichen Fütterung, sie stürzte sich regelrecht auf die Spaghetti/Reis/Hüttenkäse/Kräutermischung. Ebenso die Wassermelone wurde von ihr fast alleine gefuttert. Nun bleibt viel liegen und so werde ich jeden Tag an Nanni erinnert. An all ihre Vorlieben.

Ich habe sie ziehen lassen.
In meinem Herzen aber, wird sie immer sein.

Gute Reise meine kleine Nanni und vielleicht sehen wir uns doch wieder in diesem Leben.
Allerliebste Grüsse sende ich dir… wo du nun auch immer bist.

Deine Monika

Nanni
Nanni

Shiny hat uns verlassen

Am 1. September 2020 ist unsere kleine, zarte Shiny von uns gegangen.
Sie wurde mir am 13. April 2020 in meine Obhut gebracht. Aus Privathaltung und war ca. 2 Jahre alt.

Shiny war schon immer klein, zart und eher kränklich. Sie war viel mit Ronja unterwegs und beide schliefen meistens nebeneinander auf der Stange.

Schon nach kurzer Zeit wurde sie zutraulich, verlor das schreckhafte und ich fand sie auch alleine im Stall, am scharren. In aller Ruhe.

Die letzte Zeit, vor ihrem Gang über die Regenbogenbrücke, war sie die meiste Zeit beim Stall machen bei mir. Verfolgte das Geschehen aufmerksam und scharrte im Stroh.
Eindrücklich war, dass sie mit dem Sterben gewartet hat bis ihr Vorbesitzer sie besucht hatte. Kurz danach liess sie den Kopf hängen und machte sich auf den Weg zur Regenbogenbrücke.

Ich habe sie 3 Tage begleitet und bin dankbar das sie in Frieden, sanft hat gehen können.
Alles Liebe kleine Shiny und herzlichen Dank, dass du mein und unser aller Herz berührt hast.

Monika

Shiny