In der neuen Schweizer Illustrierte kommt ein Beitrag von Sorello in der Rubrik „So mach ich das“! Wir sind gespannt und freuen uns auf eure Kommentare.
In der neuen Schweizer Illustrierte kommt ein Beitrag von Sorello in der Rubrik „So mach ich das“! Wir sind gespannt und freuen uns auf eure Kommentare.
Am Samstag, 25. April 2020 habe ich beim morgendlichen Stallputz unsere liebe Hermine tot im Stall gefunden. Sie muss noch aus ihrem Schlafplatz aufgestanden sein und ist wohl in den frühen Morgenstunden gestorben.
Es ging ihr eigentlich gut und nichs deutete darauf hin, dass sie bald sterben würde – es war ein Schock für mich.
Hermine war immer sehr zurückhaltend und fast unauffällig. Ich kann gar nicht viel über sie berichten aber etwas spezielles hatte sie. Ich begleite die Hühner jeden Abend zu ihrer Nachtruhe. Dabei pfeife ich ein Lied, erzähle ihnen etwas und wünsche ihnen eine gute Nacht. Jeden Abend hat Hermine dabei ihren Kommentar dazu gemurmelt. Das war immer sehr lustig, wir haben beide gleichzeitig erzählt. Seither ist es nur meine Stimme die am Abend zu hören ist – ihr murmeln fehlt mir sehr.
Es war eine Bereicherung Hermine bei uns zu haben – die kleine, süsse, unscheinbare fehlt.
Alles Liebe
Monika

Am Ostermontag, 13. April 2020 sind insgesamt acht neue Hühner auf Sorello eingezogen!
Es lebten je vier Hühner zusammen, sie kamen aus zwei Gruppen zu uns. Aus Privathaltung, suchten sie wegen verschiedener Umstände ein neues Zuhause.
Alle acht sind bald zweijährig.
Eine Gruppe bestand aus zwei Sussex Hühnern und zwei Sperber.
In der anderen waren vier Sperber. Von dieser Gruppe ist leider ein Huhn nach sechs Tagen bei uns gestorben. Es kam schon krank hier bei uns an. Hatte die typische Legehennen Krankheit und ich konnte ihr nicht mehr helfen. Habe noch homöopathisch begleitet und ein paar Tage sah es recht gut aus. Dann ging es ihr aber am Samstag plötzlich schlechter. Am Sonntagmorgen, 19.4.20 habe ich sie dann tot im Stall gefunden. Von dieser Gruppe hatte kein Huhn einen Namen, daher ist sie bei den « leider von uns gegangen» unter Jane Doe aufgeführt.
Nach nun gut einer Woche auf Sorello haben sich alle schon recht gut eingelebt.
Um die neuen Hühner, insbesondere die Sperber, alle auseinander zu halten und wieder zu erkennen – es war etwas anspruchsvoll und ich musste intensiv nach Merkmalen suchen und beobachten – haben nun alle einen Namen und ich kann jede einzelne erkennen.
Fiona hat noch etwas Mühe, sie ist nun etwas alleine in der dreier Gruppe mit Miss Marple und Sissi. Vielleicht war die verstorbene Jane Doe ihr Gspänli gewesen. Ich hoffe sie findet noch guten Anschluss in der gesamte Hühnergruppe.
Ronja, Shiny, Hedy und Kiki geniessen jeden Tag den Auslauf, sind schon oft mit Abraxas und Tofino unterwegs, so wie mit Hedwig. Haben also schon etwas Anschluss an die bestehende Gruppe gefunden.
Ein herzliches Willkommen für Fiona, Miss Marple, Sissi, Ronja, Shiny, Hedy und Kiki.
Monika
Jeder kennt das Lied…ich wollt ich wär ein Huhn…
Ich bin überzeugt, dieses Lied würde kein Huhn singen in der heutigen Zeit.
Es würde sicher lauten: Ich wollt ich wär KEIN Huhn!
Auf Ostern hin werden sehr viele Hennen gezüchtet, dass es auf jeden Fall genügend Eier hat. Zum Bemalen, backen, verstecken, hartkochen, drei Minuten Eier und vieles mehr.
Wenn wir das heutige Tierleid reduzieren möchten, müssen wir auch an die Hühner und das Ei denken. Den eigenen Eierkonsum überdenken. Wie viele Eier benötige ich wirklich in der Woche und brauche ich für alle Backwaren, Dessert etc. immer Eier?
Die vegane Bewegung macht es vor. Es geht auch ohne Ei. Zahlreiche Alternativen gibt es, wie Bananen, Apfelmus, Avocados… alles griffparat im Google.
Wenn ich auf die geretteten Hühner schaue, diejenigen die noch bei mir leben und jene die schon verstorben sind, alle Erkrankungen hatten und haben immer mit der Zucht auf intensives Eierlegen zu tun, so wie ihre stressvolle Haltung. Überfüllte Ställe, oft kein Auslauf, keine Ruheplätze…noch nicht mal zum Ei legen. Die rangniedrigen werden immer weggeschickt. Ich sehe das bei meinen. Hier haben sie Platz, unzählige Legeplätze. Ihren Lieblingsplatz können sie oft nicht zum Ei legen in Anspruch nehmen. Sie müssen ausweichen. Hier können sie es. Wie sieht es aber in dem Jahr vorher aus? Sie leben mit zu vielen Artgenossen zusammen. Zu viele in einem Raum, der Stresspegel ist sehr hoch. Daher kommen sie fast federlos zu mir. Manche dieser zauberhaften Lebewesen bleiben nur knapp 6 Monate bei mir. Auch wenn sie sich hier sehr gut erholen können, ist ihre Lebenskraft durch das Jahr zuvor extrem reduziert worden. In der Regel leben sie ein bis anderthalb Jahre bei mir. Dann ist ihre Lebenskraft erschöpft. Ihre Körper haben zu sehr gelitten.
Die Zucht auf intensives Eierlegen fordert ziemlich schnell ihren Tribut.
Eier bleiben im Legedarm stecken, höchst akute Erkrankung, die zum Tode führen kann und sehr schmerzhaft. Ein Teil vom Legedarm fällt aus der Kloake raus, bleibt dort. Auf Grund von zu grossen, schweren Eiern die fast täglich gelegt werden.
Eierschalen haben zu wenig Kalk, das Ei geht kaputt, manchmal schon beim legen des Ei. Dann hängt die Schale aus der Kloake. Nun heisst es diese ganz vorsichtig herausziehen. Das Huhn muss mithelfen. Jedes Mal wenn ich ziehe muss das Huhn pressen. Da ich keine Verletzung setzen möchte. Ich könnte noch ganz, ganz viele Beispiele aufzählen.
Ich helfe und unterstütze sie wo ich kann.
Es ist ein Fass ohne Boden, wenn sich das Konsumverhalten nicht ändert.
Ich sehe es an den homöopathischen Mitteln, die ich bei ihnen brauche. Alle haben mit Erschöpfung, weiblichen Genitalien wie Entzündung und Krebs zu tun. Es erfüllt mich auf der einen Seite mit Trauer und auf der anderen Seite bewundere ich sie sehr. Mit wieviel Mut und Tapferkeit sie ihr Schicksal still (er)tragen.
Nein, ich glaube ein Huhn möchte heute KEIN Huhn mehr sein, wenn es wählen könnte.
Zeit, die Vergangenheit hinter uns zu lassen und die Zukunft mit dem Frühling nun einziehen zu lassen.
So wünsche ich euch schöne Ostern, vielleicht entdeckt ihr neue Rezepte ohne Ei.
Mit farbenfrohen, lieben Grüssen auch von Luna, Nanni, Lola, Hedwig, Mimi, Hermine, Abraxas und Tofino
Eure Monika
Sie hat ab Mitte Februar angefangen zu schwächeln. War immer mal wieder schwach, apathisch. Frass und trank nicht. Mit Homöopathie konnte ich sie gut stabilisieren, sie frass, trank dann gut. War aktiv auf Futtersuche und im Auslauf unterwegs. Woran sie nun gestorben ist, weiss ich nicht. Vielleicht war ihre Zeit auf Erden hier beendet.
Ich mag mich noch lebhaft an sie erinnern, als sie bei uns eingetroffen ist. Die erste Zeit, sogar die ersten 2-3 Monate, war sie immer wieder aggressiv gegenüber den anderen Hühnern. Pickte diese und sass ihnen sogar auf, wenn ihr etwas nicht passte.
Dies war ihr Verhaltensmuster, welches sie von dem Stall vorher mitgenommen hatte. Sie hatte dort gelernt, das sie aggressiv sein muss, um zu überleben. In diesen 2-3 Monaten bei uns merkte und lernte sie, dass es nun nicht mehr nötig war aggressiv zu sein. Es war genügend Platz, Futter, Ausweichmöglichkeiten vorhanden. Kein Stress mehr. Sie musste um nichts mehr kämpfen. Somit wurde sie zunehmend toleranter. Sie unterliess dann sogar die Attacken gegen ihre Kolleginnen ganz. Genoss das leichte Leben und die Freiheit.
Hanni war sehr lebenslustig, fröhlich und immer in Aktion. Wurde zutraulich und erzählte viel mit mir. Ihr Kennzeichen: das erste Glied an der rechten äusseren Fusszehe war amputiert, vermutlich durch einen Unfall im vorherigen Stall.
Ich bin dankbar, dass Hanni bei mir war. Sie ein Leben in Liebe und Respekt kennenlernen durfte, bevor sie nun über die Regenbogenbrücke ging. Ich hoffe, sie konnte ganz viel Liebe in ihrem Herzen mit über die Regenbogenbrücke nehmen. ☺
Von Herzen alles Liebe wünschen wir Hanni…
Monika, Peter, Luna, Lola, Hedwig, Nanni, Hermine, Mimi, Tofino und Abraxas
Heute Mittag gab es einen Angriff von einem Greifvogel im Hühnerauslauf. Unsere beiden jungen Hähne Abraxas und Tofino haben gemeinsam souverän den Angriff abgewehrt und alle Hühnerdamen gerettet – Herzlichen Dank euch beiden für euren Mut und Einsatz.