Willkommen Bonnie und June

Am Sonntag, 29.9.24 erwarteten wir voller Vorfreude die beiden Küken June und Bonnie. Beide erst 15 Wochen alt. Sie waren bis dahin bei einer Kollegin daheim und suchten einen neuen, guten Platz.

Beide waren an Menschen gewöhnt, an Stallarbeiten, an liebe Worte, Respekt und Liebe. Ein rundum gelungener Start ins Leben. Und es war so…sie wurden auf die Stange gesetzt, sprangen postwendend wieder runter und fühlten sich sofort daheim. Sie hatten keine Angst vor uns auch wenn wir uns bewegten. Scharrten im Stroh, gingen zum Futter und ins Sandbad.

So ein wunderbares Erlebnis. Und bis heute sind sie sehr zutraulich. Managen es wunderbar mit den „Grossen“ und finden seit Anfang immer den Weg in den Stall am Abend. Nur beim Schlafplatz, da haben sie sich etwas schwer getan am Anfang.

Am liebsten wollten sie bei mir auf den Schultern schlafen.

Die ersten Nächte musste ich ihnen einen gemütlichen Schlafzplatz schmackhaft machen. Mit einem gepfiffenen Abendlied und einer Geschichte wurden sie dann schnell ruhig und haben sicher bald ihre Augen zu gemacht.

So wunderbar June und Bonnie bei mir zu haben. Neugierig, voller Leben und Tatendrang und immer auf der Suche nach Leckereien wenn ich komme.

Die Natur hat erneut zugeschlagen – 22. Mai 2024

Es hat nun 4 Wochen gedauert bis ich mich aufraffen konnte den Text des erneuten Fuchsangriffs auf meine Hühner zu verfassen. Es war unfassbar. 5 Hühner sind ihm zum Opfer gefallen. Darunter leider auch unser Leckerli Boss Tofino, der auf Sorello geschlüpft ist.

Sein Bruder Abraxas hat sehr viele Federn gelassen beim Kampf, hat aber zum Glück überlebt. Er war richtig schockiert und blass bis zum nächsten Tag. Auch seine Augen sprachen Bände, traurig und alleine sass er abends auf der Stange, da Tofino und Picky nicht mehr an seiner Seite waren. Sie waren jahrelang abends immer auf der selben Stange zum schlafen zusammen. Natürlich habe ich alle homöopathisch dementsprechend behandelt, aber der Schock sass tief und es brauchte lange Zeit bis sich alle erholten. Nele ist heute noch oft schreckhaft.  Lucy, Picky, Poppy, Melody und Tofino haben ihr Leben durch den Fuchs verloren. Es war wirklich ein sehr trauriger, schmerzhafter Tag. Vor allem das suchen, hoffen und bangen, um dann doch so viele tote Hühner und den Hahn zu finden, die mir sehr ans Herz gewachsen waren. Ich wünsche mir, dass wir genügend Zoll an die Natur gezahlt haben und die Fressfeinde der Hühner nun an anderen Orten ihre Nahrung finden und satt werden.

In liebevoller Erinnerung, an all die lieben Seelen , die mich so lange begleitet haben.
Monika

Habicht im Stall

Im Moment hatten wir echt Pech mit den Fressfeinden der Hühner. Nun hat ein Habicht zugeschlagen und Fleur am 8. Mai 2024 aus der Mitte des Lebens gerissen.

Er war sogar noch im Stall, als wir die Nachmittagsrunde machten.

Fleur war erst seit Ende Juli 23 auf Sorello und erst knapp ein Jahr alt. Sie liebte zerkleinerte Eierschalen und Schneckenhäuschen. Natürlich auch Mehlwürmer und war immer eine der ersten beim Leckerli holen. Fleur hatte erst kürzlich ihren Hühnersattel erhalten. (Siehe Beitrag unter News Fleur und der Hühnersattel – Sorello – Hühner auf der Sonnenseite des Lebens) . Sie kam prima damit zurecht und hatte keine neuen Wunden.

Sie war immer noch ziemlich weit unten im Rang. Gegenüber den neuen Hühnern liess sie aber sehr gerne – die kleine Hexe – raushängen. Das gab ihr dann auch diesen Spitznamen. Sie war sehr temperamentvoll, flink und liess sich ungerne etwas gefallen.

So schade, ist sie nicht mehr bei uns. Ihr Temperament fehlt in der Gruppe.
Alles Liebe von uns, Monika

Kinderbesuch auf Sorello

Eine schöne Überraschung war das Telefon, als eine Mutter sich bei mir meldete und mit ihren Kinder unseren Hühner Lebenshof besuchen wollte. Am Freitag, 26.4.24 besuchten uns 4 Kinder und zwei Mütter. Besonders das Mädchen interessierte sich sehr für das Leben der Hühner. Volle zwei Stunden blieben sie. Sehr interessiert, ein reger Austausch, tolle Fragen und schöne Begegnungen mit den Hühnern. Die älteste Tochter kommt nun sogar in den Ferien morgens im Stall helfen. Ein wunderbares Projekt entsteht da. Ich freue mich.

Beratung auf dem Naturhof Waltwil

Am Freitag, 19.4.2024 hatte ich die wunderbare Gelegenheit auf dem Naturhof Waltwil eine Beratung zu geben. https://www.naturhof-waltwil-4.ch

Das Thema: Wie sieht ein optimales Hühnerdaheim und Auslauf aus. Der Naturhof im Berner Seeland orientiert sich insgesamt neu und möchte gerne Wagen für die Hühner als Stall nutzen, die sie dann auf der grosszügigen Wiese verschieben möchten, da auch andere Tiere dort noch grasen. Der Hof ist nun ein Lebenshof für Tiere geworden mit vielen spannenden Projekten in der Öffentlichkeitsarbeit. Wir konnten ganz viele Ideen austauschen, Hühner besprechen die krank sind. Also z.B. welches Sand im Sandbad, welches Holz, wie den Stall/Wagen einteilen, mehrere Wagen, Wintergarten…. Und vieles mehr.
Eine tolle Erfahrung für mich, bin gespannt wie es weiter geht.
Lieben Dank an Thomas, Fabienne, Tanja und Gerome viele tolle Ideen und viel Erfolg beim Umsetzen.

Fuchsangriff auf Hühner mit Todesfolge

Am Mittwoch den 10.4.24 war es ein entsetzliches Bild als ich zu den Hühnern kam. Der Alptraum eines jeden Hühnerhalters! Es lagen überall im vorderen Auslauf Federn verstreut. Links, dann rechts nach oben, auch den Hang ….mir schwante schreckliches.

Sofort ging ich auf die Suche nach den Hühnern. Die sechs neuen waren im hinteren Stall, alle eng beisammen. Lucy, Fleur sowie Nele und Wendy waren im Werkstattstall. Oben sah ich weitere Hühner. Ich schöpfte Hoffnung. Penny fand ich leider nicht, genauso wie Elsa und Tinkerbell. Bei genauerem betrachten des Grundstücks sah ich Elsa und später dann auch Tinkerbell. Der oder besser gesagt die Füchsin hatte sie etwas eingegraben und versteckt, um sie später in der Nacht zu holen. Penny hatte sie mitgenommen.

Es war ein Kälteeinbruch an dem Morgen. Die Füchse haben nun Junge und müssen für Nahrung sorgen. Mein Kopf verstand dies. Mein Herz sagte und fühlte anders. Ich stand den ganzen Tag unter Schock. Meine anderen Hühnern hatten es alle soweit ohne grossen Schaden oder Schock überstanden. Ich hatte mehr damit zu kämpfen, zumal Elsa und Penny meine Lieblingshühner waren und wir eine spezielle Verbindung zueinander hatten. Elsa war gerade 5 Jahre geworden , sehr alt für eine Legehenne und immer noch fit.
Penny war erst knapp ein Jahr bei uns. Extrem fotogen und lustig. Mit ihrem schiefem Schwanz ganz speziell.
Tinkerbell war auch erst seit letztem August bei uns. Hat grüne Eier gelegt und war eine der wenigen jungen Hennen, die mehr Vertrauen zu mir hatte.

Nun ist wieder eine kalte Wetterfront bei uns und ich bange jeden Tag um meine Hühner. Morgens bleiben sie nun im Stall bis ich komme und abends bin ich frühzeitig am Stall. Kontrolliere, wache und warte bis die letzte Henne auch im Stall ist. Meine lieben drei Hühner, ich bedaure es so sehr, musstet ihr auf diese Art und Weise diese Welt verlassen.

Ich vermisse euch und eure Eigenarten jeden Tag.
In Liebe eure Monika