Adieu kleine Jojo

Unsere kleine Jojo durfte nur 8 Monate das Leben auf Sorello geniessen. Sie war seit Anfang Mai immer wieder kränklich und starb am 16. Mai 2021.

Jojo war eine richtie Frohnatur. Sie war flink wie ein Wiesel und immer extrem schnell unterwegs. So konnte sie sich gut von den älteren Hennen in Sicherheit bringen.

Nachdem sie sich eingelebt hatte, war ihr Schlafplatz nicht mehr auf der Stange, sie schlief immer in der selben Ecke im Stall, in einem Strohnest. Sie kuschelte sich dort ein und hatte so Ruhe vor dem Zicken bei der Schlafplatzverteilung. Jojo lag schön still und ruhig unten, neben der Schlafstange und war froh, nicht mehr an dem Gerangel teilnehmen zu müssen. Das hatte sie wohl lang genug mitgemacht.

Jojo war nicht ganz so zutraulich wie die anderen, kam aber immer mit Freude zu den Fütterungen und hat gerne den vielen Platz, insbesondere im strengen Winter, im Stall genossen und den Frühling auf der Wiese. Gras fressen, die frische Luft, auf Bäume sitzen … all das liebte sie.

Sie ist dann schlussendlich schnell von uns gegangen und wir haben einen schönen Platz für sie gefunden.

Alles Liebe Jojo und herzlichen Dank, warst du Gast bei uns.

Monika

Jojo
Unsere kleine Jojo

Gedanken zu Ostern

Ostern steht vor der Türe… der richtige Zeitpunkt  dem Huhn sehr dankbar zu sein und es zu würdigen

Was ist einem Huhn wichtig, wenn es ein Ei legt?
Wie ist der Ablauf dabei?
Was beobachte ich täglich, wenn die Hühner ihr Ei legen?

Je näher der Zeitpunkt rückt, um das Ei zu legen, desto mehr befindet sich das Huhn in der Nähe des Stalles. Viele gackern, kommunizieren untereinander, kündigen an, dass sie nun ein Ei legen.
Sie ziehen sich zurück. An einen Ort, an dem es still ist, sie Ruhe haben und nicht gestört werden. Sie suchen dazu eine Kiste auf, ein geschlossenes Nistkästchen – wo kein zweites Huhn hineinkommen kann. Ein Strohnest, welches erhöht gelegen ist … jede Henne hat ihre eigenen Vorlieben, wo sie am liebsten ihr Ei legt.
Dort liegt sie ganz ruhig, bis der Zeitpunkt gekommen ist, das Ei nach draussen zu pressen. Dafür steht die Henne auf, etwas breitbeinig. Ist das Ei nun draussen, wartet die Henne kurz – atmet mal durch und rollt das Ei mit dem Schnabel unter ihren Körper, um sich dann darauf zu setzen. Nun ist sehr individuell wie lange sie auf dem Ei sitzt.
Ebenso unterschiedlich ist das Verhalten danach. Die einen gackern lautstark und verkünden, dass sie ein Ei gelegt haben. Andere gehen leise davon.
Was aber alle machen, Strohhalme mit dem Schnabel hinter sich zu werfen. Vielleicht eine Art Nestbauverhalten.

Ein Ei legen ist jedes Mal eine Geburt.

In der Natur legt ein Huhn nur Eier, um Nachkommen zu sichern. Nach Rasse sind es ca. 20 – 30 Eier PRO JAHR!
Die heutigen Hühner sind gezüchtet um 300 und mehr Eier PRO JAHR zu legen.

Was für eine grosse Zahl und was bedeutet es für die Hühner?
Wie viele Hühner können ein natürliches Verhalten, wie oben beschrieben noch leben?
Was empfindet ein Huhn, wenn es unter hunderten oder tausenden anderen Hennen ihr Ei legen muss? Öffentlich, auf ein Legeband, keine Rückzugmöglichkeit, der hohe Lärmpegel. Wie geht es den rangniedrigen Hennen? Immer in Angst eine ranghöhere Henne bedrängt sie vielleicht jeden Moment…
Welch ein Stress!

All das und noch mehr Fragen gehen mir durch den Kopf, wenn ich meine Hennen jeden Tag beobachte, wie sie ihr Ei legen.

Ostern ist eine gute Zeit darüber nachzudenken.

Schöne Ostern wünschen Monika und die Hühner und Hähne von Sorello

Die schöne Lola ist gegangen

Am 4. März 2021 mussten wir uns von Lola verabschieden.
Sie hatte vor dem Mittag beschlossen, dass es nun Zeit ist in die andere Welt zu gehen.
Lola hat sich schwer damit getan und hat lange Zeit gekämpft. Es machte den Eindruck, als wenn sie nicht gehen wollte.
Es war auch viel zu früh. Sie ist nur knapp 2 Jahre alt geworden – Ein viel zu kurzes Leben.

Lola kam am 6. April 2019 zu uns . Sie war damals ca. 18 Wochen jung.
Schon als ganz junge Henne sah sie speziell schön aus, sie war ja auch eine Andalusierin. Das zeigte sie in ihrer stolzen Haltung und ihrem prächtigen Federkleid.
Mit den Jahren war sie mit die schönste Henne auf Sorello. Ihr Federkleid am Kopf und Hals leuchtete in der Sonne, wie goldene Fäden.
Ich habe davon ein ganz schönes Bild gemacht. Dies wird nun im Haus einen speziell schönen Platz finden.


Lola war immer gerne bei mir und mit mir unterwegs. Sie badete mit mir in der Sonne, hüpfte auf den Liegestuhl oder lag darunter.
Sie fand es immer spannend zu schauen was ich anhatte. So checkte sie mit ihrem Schnabel sehr oft was für Material ich da an hatte oder was da so glänzte.
Wenn ich im Auslauf sass und mir eine Henne liebevoll  in den Rücken pickte, war es Lola. Ich musste mich gar nicht erst umdrehen.  Lola war lange Zeit die Lieblingshenne von Hahn Tofino. Die Beiden waren oft am Tag  gemeinsam unterwegs und Tofino hat immer feine Leckerli für sie gefunden. Lola war sehr ausgeglichen. Sie war nie bösartig oder streitsüchtig zu anderen Hennen, akzeptierte problemlos neue Hennen, musste nie an der Hackordnung teilnehmen.
Sie hatte ihren Platz und Rang. Es sassen sogar bis zum Schluss oft die rangniedrigen Hennen neben ihr auf der Stange, da sie kein Interesse hatte ihren Rang deutlich zu machen.
Es machte oft den Eindruck auf mich, dass sie beschützend wirkte und die rangniedrigen deshalb eng neben ihr sassen.
Lola war schon ein ganz spezielles Huhn. Sie strahlte eine tiefe Ruhe und Weisheit aus. Bis zum Schluss wusste sie genau was ihr gut tat und was sie wollte.

Es macht mich zu tiefst traurig, dass sie nur knapp 2 Jahre leben durfte. Viel zu früh hat sie unsere kleine Schar verlassen hat.
Es bleiben so viele, schöne Erinnerungen die sie mir geschenkt hat. Durch ihre Einzigartigkeit.
Unvergessen in meinem Herzen.

Allerliebste letzte Grüsse an dich Lola.
Gute Reise und ein Riesen „Dankeschön“.

Deine Moni