Jetzt sind sie da, unsere „neuen“ Hühner. 7 braune Legehennen aus einem Stall im Kanton Zürich und 3, nämlich Henriette, Klarinette und Picki aus Privathaltung.


Ein schöner Artikel über Sorello in der aktuellen Glarner Woche.
Wir haben Abschied von Amelia nehmen müssen. Sie lag am Morgen vom 13.7.2021 auf dem Kotbrett, den Kopf an die Wand gelehnt. Es war Zeit für sie zu gehen, auch wenn es mir schwer fiel, ich musste sie ziehen lassen. Ich sah immer wieder nach ihr. Gegen Abend war sie dann über die Regenbogenbrücke gegangen.
Amelia war ein sehr spezielles Huhn. Sie wirkte sehr weise. Wenn sie mich ansah, hatte ich das Gefühl sie schaut in meine Seele. Sie wurde im Laufe der neun Monate die sie bei uns war, immer zutraulicher und fasste Vertrauen. Trotzdem hielt Amelia eine vornehme Distanz zu mir. Das machte sie aus.
Amelia hat den letzten Schritt nach Hause gemacht. Ich hoffe sie konnte viele schöne Erinnerungen mitnehmen. Eine aussergewöhnliche, zarte Seele, die bei uns auf Sorello weilen durfte.
Alles Liebe , Monika

Ihr Pate hat ein wunderschönes Abendlied für sie geschrieben, herzlichen Dank Christian.
Abendlied für Amelia
von Christian Schaub, Pate von Amelia
Abend löscht die letzten Lichter,
Bringt den müden Tag zur Ruh.
Alles strebt aus Ferne
Einer engen Heimat zu.
Alle Menschen zieht nach Hause,
Suchen einer Lampe Schein,
Denn die Nacht hüllt immer dichter
Draussen alles Leben ein.
Du allein Amelia läufst nicht mehr durch Sorello.
Jetzt wo Dein Fuss den letzten Weg bezwingt,
Möcht ich den einen finden,
Der auch Dich nach Hause bringt.
Am Samstag, 12.06.2021 fand ich am Nachmittag Rapunzel im Stall. Bei dem schönen Wetter sehr aussergewöhnlich, ganz alleine. Mir war sofort klar, dass etwas nicht stimmte. Ich behandelte sie homöopathisch und pflegte sie 6 Stunden lang intensiv. Leider half alles nichts und ich fand sie dann am Sonntag Morgen tot im Stall. Ich denke ihre Kraft war am Ende, nach einem Jahr unter 5000 Hühnern.
Rapunzel war eher unauffällig in der Gruppe. Sehr ruhig, angepasst. Eindrücklich war, als sie ein paar Wochen bei uns war, hat sie nicht mehr auf der Stange geschlafen. Sie hatte für sich eine Ecke im Stroh gefunden, wo sie jeden Abend in aller Ruhe hingehen konnte, ohne dass ein anderes Huhn sie wegpickte. Wenn ich sie dort liegen sah, strahlte sie eine gewisse Zufriedenheit und Erleichterung aus, dass sie nicht mehr in diesem allabendlichen Gerangel um einen Schlafplatz kämpfen musste. Sie genoss es, einfach in ihre Ecke zu gehen, sich einzukuscheln, um dann ihre Nachtruhe geniessen zu können.
Auch sie war, wie Jojo, nur 8 Monate auf Sorello. In diesen Monaten hat sie die Ruhe, den grosszügigen Platz, das feine Futter, den grossen Auslauf unter den vielen schattenspenden Sträuchern und Bäumen und vieles mehr sehr genossen. Rapunzel machte immer einen zufriedenen, glücklichen Eindruck. Immerhin konnte sie doch noch viel Gutes , Liebe und ein kleines Stück Freiheit erleben, bevor sie für immer gegangen ist.
Ich bin froh und dankbar, hat sie unsere Schar bereichert mit ihrer Anwesenheit. Ebenso dankbar bin ich, dass sie schnell hat gehen können.
Alles Liebe kleine Rapunzel, gute Reise.
Moni, die Hühner & Hähne

In der Nacht vom 06.06.2021, ist unsere tapfere Ronja, nach 3 Monaten Legehennenkrankheit, eingeschlafen. Ich konnte sie bis zum letzten Tag sehr gut mit Homöopathie begleiten, so dass sie eine sehr gute Lebensqualität hatte.
Ronja genoss bis zum Schluss ihre Lieblingsplätze, besuchte diese immer wieder. Besonders den Hochsitz, den liebte sie über alles. Fast 3 Monate schlief sie nun alleine oben im kleinen Stall und hüpfte jeden Tag voller Freude hinaus und war mit der Hühnerschar unterwegs.
Ihr Pate Remo und sein Freund Patrick waren gestern noch bei ihr um sich zu verabschieden. Auch ich konnte mich lange auf diesen Moment vorbereiten. Wir hatten zum Schluss einige Rituale zusammen, die wir beide sehr genossen haben und uns sehr verbanden. Ich bin dankbar, konnte Ronja so schnell gehen und hatte sie genügend Zeit, um sich von allem und jedem, in Ruhe zu verabschieden. Auch Hedy, Sissi und Kiki haben sich noch von ihr verabschiedet.

Es war heute morgen so rührend. Als ich die Stalltüre aufmachte, um nach Ronja zu sehen, waren die anderen Hühner schon im Auslauf unterwegs. Hedy, Sissi und Kiki sprangen in den Stall und umringten Ronja. Ronja war mit Kiki und Hedy zusammen zu uns auf Sorello gekommen. Sissi und Hedy haben die letzte Zeit viel bei ihr am Tag oben in ihrem kleinen Stall gelegen. Hedy stupste sie ein paarmal ganz vorsichtig mit dem Schnabel, als wenn sie sagen wollte“ Hey Ronja, steh auf“. Der Blick von Hedy war völlig fassungslos als sich Ronja nicht rührte. Ich sah, dass sie es nicht fassen konnte, nicht verstand, weshalb Ronja sich nicht bewegte. Es ist extrem berührend solche Momente mit erleben zu dürfen.
Ronja kam mit Kiki und Hedy am 13. April 2020 auf Sorello an. Sie kam aus einer privaten Haltung und suchte einen Lebensplatz. Sie strahlte eine souveräne Autorität aus und war damit eine der ranghöchsten Hennen, was auch die Hähne ab und zu zu spüren bekamen.
Sie liebte kleine Ausflüge. Am Anfang flutschte sie jeden Tag irgendwo beim Zaun durch und erkundigte das restliche Grundstück. Das war bald mal vorbei und sie genoss mit den andren den grossen Auslauf und die Infrastruktur, die wir immer wieder an die Bedürfnisse der Hühnerschar anpassen. Angst vor mir kannte sie nicht. Nie lief sie vor mir weg. Ronja blieb immer ruhig stehen oder liegen und beobachtete mich, was ich denn da so trieb.
Sie wird mir immer in Erinnerung bleiben. Die letzten Monate haben uns sehr zusammengeschweisst. Ich bin dankbar, durfte ich sie auf Sorello als Gast haben und viel von ihr lernen. Viel Zeit mit einer so friedvollen, grossen Persönlichkeit verbringen.
Alles Liebe meine Ronja und herzlichen Dank für die gemeinsame, grossartige Zeit.
Deine Monika

Unsere kleine Jojo durfte nur 8 Monate das Leben auf Sorello geniessen. Sie war seit Anfang Mai immer wieder kränklich und starb am 16. Mai 2021.
Jojo war eine richtie Frohnatur. Sie war flink wie ein Wiesel und immer extrem schnell unterwegs. So konnte sie sich gut von den älteren Hennen in Sicherheit bringen.
Nachdem sie sich eingelebt hatte, war ihr Schlafplatz nicht mehr auf der Stange, sie schlief immer in der selben Ecke im Stall, in einem Strohnest. Sie kuschelte sich dort ein und hatte so Ruhe vor dem Zicken bei der Schlafplatzverteilung. Jojo lag schön still und ruhig unten, neben der Schlafstange und war froh, nicht mehr an dem Gerangel teilnehmen zu müssen. Das hatte sie wohl lang genug mitgemacht.
Jojo war nicht ganz so zutraulich wie die anderen, kam aber immer mit Freude zu den Fütterungen und hat gerne den vielen Platz, insbesondere im strengen Winter, im Stall genossen und den Frühling auf der Wiese. Gras fressen, die frische Luft, auf Bäume sitzen … all das liebte sie.
Sie ist dann schlussendlich schnell von uns gegangen und wir haben einen schönen Platz für sie gefunden.
Alles Liebe Jojo und herzlichen Dank, warst du Gast bei uns.
Monika
