Jeder kennt das Lied…ich wollt ich wär ein Huhn…
Ich bin überzeugt, dieses Lied würde kein Huhn singen in der heutigen Zeit.
Es würde sicher lauten: Ich wollt ich wär KEIN Huhn!
Auf Ostern hin werden sehr viele Hennen gezüchtet, dass es auf jeden Fall genügend Eier hat. Zum Bemalen, backen, verstecken, hartkochen, drei Minuten Eier und vieles mehr.
Wenn wir das heutige Tierleid reduzieren möchten, müssen wir auch an die Hühner und das Ei denken. Den eigenen Eierkonsum überdenken. Wie viele Eier benötige ich wirklich in der Woche und brauche ich für alle Backwaren, Dessert etc. immer Eier?
Die vegane Bewegung macht es vor. Es geht auch ohne Ei. Zahlreiche Alternativen gibt es, wie Bananen, Apfelmus, Avocados… alles griffparat im Google.
Wenn ich auf die geretteten Hühner schaue, diejenigen die noch bei mir leben und jene die schon verstorben sind, alle Erkrankungen hatten und haben immer mit der Zucht auf intensives Eierlegen zu tun, so wie ihre stressvolle Haltung. Überfüllte Ställe, oft kein Auslauf, keine Ruheplätze…noch nicht mal zum Ei legen. Die rangniedrigen werden immer weggeschickt. Ich sehe das bei meinen. Hier haben sie Platz, unzählige Legeplätze. Ihren Lieblingsplatz können sie oft nicht zum Ei legen in Anspruch nehmen. Sie müssen ausweichen. Hier können sie es. Wie sieht es aber in dem Jahr vorher aus? Sie leben mit zu vielen Artgenossen zusammen. Zu viele in einem Raum, der Stresspegel ist sehr hoch. Daher kommen sie fast federlos zu mir. Manche dieser zauberhaften Lebewesen bleiben nur knapp 6 Monate bei mir. Auch wenn sie sich hier sehr gut erholen können, ist ihre Lebenskraft durch das Jahr zuvor extrem reduziert worden. In der Regel leben sie ein bis anderthalb Jahre bei mir. Dann ist ihre Lebenskraft erschöpft. Ihre Körper haben zu sehr gelitten.
Die Zucht auf intensives Eierlegen fordert ziemlich schnell ihren Tribut.
Eier bleiben im Legedarm stecken, höchst akute Erkrankung, die zum Tode führen kann und sehr schmerzhaft. Ein Teil vom Legedarm fällt aus der Kloake raus, bleibt dort. Auf Grund von zu grossen, schweren Eiern die fast täglich gelegt werden.
Eierschalen haben zu wenig Kalk, das Ei geht kaputt, manchmal schon beim legen des Ei. Dann hängt die Schale aus der Kloake. Nun heisst es diese ganz vorsichtig herausziehen. Das Huhn muss mithelfen. Jedes Mal wenn ich ziehe muss das Huhn pressen. Da ich keine Verletzung setzen möchte. Ich könnte noch ganz, ganz viele Beispiele aufzählen.
Ich helfe und unterstütze sie wo ich kann.
Es ist ein Fass ohne Boden, wenn sich das Konsumverhalten nicht ändert.
Ich sehe es an den homöopathischen Mitteln, die ich bei ihnen brauche. Alle haben mit Erschöpfung, weiblichen Genitalien wie Entzündung und Krebs zu tun. Es erfüllt mich auf der einen Seite mit Trauer und auf der anderen Seite bewundere ich sie sehr. Mit wieviel Mut und Tapferkeit sie ihr Schicksal still (er)tragen.
Nein, ich glaube ein Huhn möchte heute KEIN Huhn mehr sein, wenn es wählen könnte.
Zeit, die Vergangenheit hinter uns zu lassen und die Zukunft mit dem Frühling nun einziehen zu lassen.
So wünsche ich euch schöne Ostern, vielleicht entdeckt ihr neue Rezepte ohne Ei.
Mit farbenfrohen, lieben Grüssen auch von Luna, Nanni, Lola, Hedwig, Mimi, Hermine, Abraxas und Tofino
Eure Monika

