Hedwig und ihre Babies Tiffany (grau) und Abraxas (schwarz) haben jetzt ihren eigenen Stall mit Auslauf und geniessen das Sandbaden in vollen Zügen.
Hedwig ist stolze Mutter geworden
Am 4.9.2019 hat es Hedwig nach langem und zehrendem brüten geschafft: 2 süsse kleine Bibelis haben das Licht der Welt erblickt – Black und Grey sind wohlauf und neugierig die Welt zu entdecken.
Bericht von Sorello in Beilage der Schweizer Illustrierten vom 9. August 2019
Der „Grün Weekend-Tip“ der SI Beilage empfiehlt „Ein Wochenende im Glarnerland“ und beschreibt den Besuch bei uns im Hühnerstall – so cool!
Wir freuen uns auf viele Interessierte die mehr über Hühner erfahren möchten. Meldet euch gerne bei mir damit wir einen Termin vereinbaren können. Auch Schulklassen, Kindergärten, Vereine sind herzlich eingeladen.
Gerne komme ich auch zu euch um über die spannenden Geschöpfe zu erzählen.

Update nach 6 Wochen…
Nun sind die neuen sechs Hühner schon gute sechs Wochen auf Sorello. Es ist enorm, was in dieser Zeit sich alles verändert hat.
Schon nach einer Woche waren alle entspannter unterwegs. Einige Hühner flüchteten nicht mehr, wenn ich in den Stall kam. Untereinander machten ihnen die Geräusche vom Flügelschlagen oder auf Metall picken keine Angst mehr. Jede fand irgendwo ein Ruhe – und Schlafplatz. Der Stall war nicht wieder zu erkennen. Es wurde intensivst im Stroh gescharrt und gepickt, so dass die Körner und sogar das Wasser regelmässig mit Stroh beladen waren.
Danach wurde der Aussenauslauf entdeckt und rege benutzt. Zuerst nur vor der Eingangstüre zum Stall. Es wurde im Sand gebadet. Es machte den Eindruck als wenn sie dies kontinuierlich taten. Andauernd waren sie dabei. Das Nachholbedürfnis war gross.
Ebenso an Nahrung verschlangen sie Unmengen an Mehlwürmern, Fleisch, Spagetti, Reis, Rübli, Sonnenblumenkerne, Äpfel, Wassermelone, Haferflocken sowie Kräuter und ihre Körnermischung natürlich.
Es war eine intensive Zeit. Ich habe Stunden im Stall verbracht. Die „Alten“ und die „Neuen“ trennten wir am Anfang für einige Tage. Bauten den Stall dazu um. Damit Luna, Lilly und Lola auch nach draussen konnten. Musste dies mit ihnen trainieren. Und um 10:00 legte Lola zu der Zeit immer ihr Ei. Somit musste ich sicher stellen, dass sie Zugang zur Eilegeplatz zu dieser Zeit hatte. Sie benutzte dazu nämlich immer den Haupteingang, den sie gewohnt war. So musste ich sie dann dahin lotzen. Warten und wieder trainieren das sie den neuen Ausgang benutzt.
Jeden Abend, zur Schlafenszeit, bin ich frühzeitig in den Stall. Da es immer Rangeleien gibt bei Hühnern. Egal wie lange sie schon zusammen sind. Ich musste sicher stellen, das auch die rangniedrigeren ihren Platz bekommen. Es konnte nämlich vorkommen, dass sie wieder etwas in Panik verfielen und in den Auslauf liefen. In der Zwischenzeit eventuell die Türe zuging und sie im Auslauf vor verschlossener Türe standen. Das hab ich also mehrmals erlebt. Und auch heute noch muss ich dies kontrollieren. Es kommt immer wieder vor, dass ein Huhn vor verschlossener Türe steht, da es die „Zeit“ vergessen hat 😉
Sie sind nun seit gut fünfeinhalb Wochen zusammen.
Es gab keine nennenswerte Verletzungen. Keine pickt die andere, obwohl so viel Haut zu sehen ist. Oft schlafen nun alle in einem Raum.
Der ganze Auslauf wird rege benutzt. Sie sind langsam etwas gesättigt. Nicht mehr so ausgehungert wie am Anfang. Ich konnte mit der Menge an Mehlwürmern und Fleisch etwas zurückgehen. Dorie, die Rangniedrigste, ein weisses Huhn, hat enorm viele Federn neu gebildet in dieser kurzen Zeit. Dies ist ein enormer Energieaufwand, neben täglich einem Ei legen und bedarf sehr viel guten Nährstoffen.
Ich hatte die Zeit in Ruhe die Hühner zu beobachten und zu studieren. Jede sollte wieder einen Namen bekommen. Bei den Beiden weissen Hühnern war es nicht schwierig sie auseinander zu halten. Anders sah es bei den braunen aus. Am Anfang sahen alle gleich aus. Alle hatten um die Kloake herum keine Federn mehr. Wie konnte ich sie auseinander halten? Welche Merkmale gab es?
Zwei hatten zusätzlich vorne am Hals keine Federn fiel mir auf. Sie ähnelten sich sehr. Die eine hatte aber zum Schwanz hin hellere Federn und mehr. Der anderen fehlte ein Glied am rechten Vorfuss. Der Nagel war weg. Wie amputiert. Die anderen Beiden ähnelten sich auch. Anhand der Kopffedern konnte ich sie auseinander halten. Denn im Brustbereich waren sie beide sehr spärlich unterwegs.
So konnte ich allen einen Namen geben, zu ihrem Charakter passend und auseinander halten.
In den letzten drei Wochen sind sie immer zutraulicher geworden. Bis auf Dorie, die Rangniedrigste, rennt kein Huhn mehr vor mir weg. Selbst Dorie hat gelernt, auch mal sitzen zu bleiben, wenn ich in den Stall komme. Ich kann alle kurz streicheln. Hedwig, Hermine und Nanny fressen sogar aus der Hand. Aus der Mehlwurmdose fressen sie auch. Dies trainiere ich immer. Darüber gebe ich dann individuell Homöopathie, wenn sie nicht allzu krank sind. Dorie bleibt hier die Ausnahme.
Es macht so viel Freude mit zu erleben wie sich erholen. Vertrauen zum Menschen aufbauen, wie die Angst schwindet, sie mit mir „erzählen“. Ja, mittlerweile sogar die Nähe suchen, wenn ich im Auslauf bin und Zeit mit ihnen verbringe. Interessiert mein Natel picken, meine Kleidung, Schuhe, meine Haut. Auch da bringe ich ihnen bei, das es weh tut, wenn sie zu fest picken.

6 neue Hühner auf Sorello
Am Freitag, 17.05.2019 um 23:00 sind 6 neue Hühner eingetroffen! Sie wurden von Stinah (Stiftung Tiere in Not Animal Help) von einem Bauernhof im Thurgau gerettet. Stinah führt im Moment bis Oktober schweizweit monatliche Rettungsaktionen „Rettet das Huhn“ durch.
Wir waren doch sehr erschrocken als wir die Transportkisten öffneten. Die Kämme und Gesichter extrem blass, keine Regung in den Kisten. Erst dachten wir die leben gar nicht mehr. Sie haben wenig Federn, überall sieht man die Haut und alte Wunden vom Picken. Sie sind extrem schreckhaft und geraten sofort in Panik – in keinster Weise zutraulich. Alle sind in einem wirklich schlechten Zustand, ausgepowert. Sie haben sicher ein hartes Jahr hinter sich mit viel Stress, keiner Zuwendung und ohne Auslauf ins Freie.
Wir hoffen und geben das Beste dass sich alle schnell erholen können auf Sorello.
Luna, Lilly, Lola und weitere Hühner
Wir hatten uns entschlossen zwei junge Hühner zu uns zu nehmen. Es war klar sichtbar, dass Birdy uns bald verlassen würde und somit Luna alleine wär. Rettungsaktionen von Hühnern waren erst Ende April und Mai in Sicht. Somit zogen Lilly und Lola am 6.April 2019 bei uns ein. Das Zusammenführen der Vier klappte gut. Luna übernahm die Rolle eines Hahn. Plusterte sich mächtig auf und krähte die ganze Zeit. Es war interessant ihr zuzuschauen. Das legte sich innerhalb von zwei Tagen. Sie konnte sich dann richtig mit den Beiden anfreunden, als Birdy uns verlassen hatte. Sie zeigte Lilly und Lola den Ablauf auf Sorello, wo sie Eier legt, das Grundstück und alles was man als Hihn hier wissen muss. Sie erkundeten mehr und mehr das Gelände in Gesellschaft von Luna und wurden so immer sicherer und zutraulicher. Richtig eindrucksvoll sie zu beobachten und es macht viel Freude ihnen zuzuschauen.
Wir erwarten sechs neue Hühner auf Sorello gegen Ende Mai. Diese dann wieder aus einer Rettungsaktion. Wir freuen uns, dass dann wieder mehr auf Sorello los ist und sind gespannt.









